AH40.10-P-9411-01A Hinweise Reifen/Scheibenräder  

Reifen

Bei einer nachträglichen Umrüstung ist die Reifen- und Scheibenradbezeichnung mit den Einträgen in den Fahrzeugpapieren zu vergleichen.

Beschädigte und defekte Reifen müssen grundsätzlich erneuert werden. Die vom Reifenhandel angewandten Reparaturmethoden sind von DaimlerChrysler nicht freigegeben. Einschnürungen (< 0,8 mm) an der Seitenfläche des Reifens sind im Regelfall unbedenklich und zulässig.

Nur Reifen verwenden, die in den gültigen Service-Informationen bzw. Reparaturanleitungen aufgeführt sind.

 

Gummiventil generell erneuern.

Bei der Reifenmontage ist eine gezielte Zuordnung von Reifen und Scheibenrad (Matchen) notwendig, damit der Rundlauf des Rades gewährleistet ist.

Kennzeichnung der Matchpunkte:
- am Reifen, durch Farbpunkt an der Reifenaußenseite
- am Stahlblech-Scheibenrad, durch Farbpunkt oder Körnerpunkt an der Radaußenseite
- am Leichtmetall-Scheibenrad, generell am Ventilloch

Zusätzlich beim Typ 140, Farbpunkt oder Ansenkung im Felgenbett.

Wird ein einzelner Reifen erneuert, wird dieser an der Vorderachse montiert. Ausgenommen sind Fahrzeuge mit Mischbereifung an Vorder- und Hinterachse.

Immer alle Scheibenräder mit Reifen gleicher Bauart, gleichen Fabrikats und gleicher Ausführung versehen.

Liegt die zulässige Höchstgeschwindigkeit eines M+S-Reifens unter der Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges, so muss ein entsprechendes Klebeschild im Blickfeld des Fahrers angebracht werden.


  Reifen, die für höhere Geschwindigkeiten zulässig sind, können verwendet werden.

Neue Reifen ca. 100 km mit mäßiger Geschwindigkeit einfahren.

Laufrichtungsgebundene Reifen dem Pfeil auf der Seitenwand des Reifens entsprechend montieren.

Reifen unterliegen einem Alterungsprozess, der sich negativ auf die Eigenschaften des Reifens auswirkt. Um eine optimale Wintertauglichkeit zu gewährleisten, sollten M+S-Reifen nicht länger als 3 Jahre benutzt werden.

Reifendruck
(Sollwerte, siehe Reifendrucktabelle in der Tankklappe, bei Vaneo Typ 414 siehe B-Säule auf Beifahrerseite)
Zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand und verstärkt die Walkarbeit der Reifen. Dies führt zum Überschreiten der kritischen Temperaturgrenze (Karkassenauflösung) und zerstört den Reifen. Bei Druckverlust Ursache feststellen, gegebenenfalls Reifen erneuern.

Reinigung
Das Reinigen der Räder mit einem Hochdruckreiniger mit Rund-strahldüsen kann zu Beschädigungen am Reifen führen. Diese treten speziell im Bereich der Reifenflanken auf. Bei Verwendung von Flachstrahldüsen ist Folgendes zu beachten:
Abstand von mindestens 300 mm einhalten
Wasserstrahl nicht längere Zeit direkt auf einen Punkt der Reifenoberfläche richten
  Lagerung
Reifen vor dem Einlagern gründlich reinigen, auf Beschädigungen und ausreichende Profiltiefe überprüfen. Position und Laufrichtung der Reifen mit Kreide kennzeichnen. Reifen nicht im Freien lagern. Unter dem Einfluss von Sonnenlicht, Wärme, bewegter Luft und Ozon verliert Gummi seine Elastizität und Festigkeit, altert schneller und wird rissig. Räume für die Lagerung sollen trocken, kühl und dunkel sein. Zugluft vermeiden, Türen und Fenster möglichst geschlossen halten. Reifen nicht mit Benzin, Öl oder Fetten in Verbindung bringen, da diese den Gummi auflösen.

Entsorgung
Die Sammlung, Lagerung und Entsorgung ist nach den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften und den firmeneigenen Regelungen vorzunehmen.

Scheibenräder

Beschädigte oder deformierte Scheibenräder dürfen aus Sicherheitsgründen nicht repariert werden.

Beim Räderwechsel, z. B. Leichtmetall- gegen Stahlblech-Scheibenräder, ist darauf zu achten, dass die für das Reserverad erforderlichen Radschrauben gut sichtbar beigelegt werden.

Seit Dezember 1994 erhalten die Typen 124 und 202 mit Sonderausstattung Leichtmetall-Scheibenräder, anstelle eines Leichtmetall-Ersatzrades, ein Stahlblech-Ersatzrad. Die erforderlichen Radschrauben sind dem Stahlblech-Ersatzrad beigelegt.

Nur freigegebene DaimlerChrysler-Scheibenräder gleicher Ausführung verwenden.
 

Verstärkte Stahlblech-Scheibenräder sind durch einen Aufkleber an der Radschüssel gekennzeichnet.

An Stahlblech- und Leichtmetall-Scheibenrädern sind die Radschrauben generell mit einem Drehmomentschlüssel auf das vorgeschriebene Anziehdrehmoment festzuziehen.
Ein Nachziehen der Radschrauben nach ca. 100 bis 500 km ist nicht erforderlich.

Der Sitz des Reifenwulstes darf keine Rostnarben aufweisen.

Vor dem Einsetzen eines neuen Gummiventils Anlageflächen am Scheibenrad säubern.
Zur Abstützung des Gummiventils müssen bei Stahlblech-Scheibenrädern Radblenden montiert werden.

Fahrzeuge mit Reifendruckkontrolle

Vor dem Erneuern eines Reifens das Fertigungsdatum des Radsensors prüfen. Radsensoren, die älter als 5 bzw. 7 Jahre sind, müssen erneuert werden.
 

Istwerte der Reifendruckkontrolle mit STAR DIAGNOSIS auslesen. Restlebensdauer der Batterie des Radsensors prüfen, bei Bedarf Radsensor erneuern.